Wissenswertes rund ums Tattoo
Die Geschichte der Tattoos
Heutzutage ist gefühlt jeder Mensch tätowiert - doch wie lange existiert diese Körperkunst eigentlich schon? Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, klicke auf den untenstehenden Button:
Die Geschichte der Tattoos
Heutzutage ist gefühlt jeder Mensch tätowiert - doch wie lange existiert diese Körperkunst eigentlich schon? Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, klicke auf den untenstehenden Button:
Tattoopflege
Der Termin im Tattoostudio ist vorbei, der Schmerz überstanden. Damit ist aber erst die Hälfte zum langfristig schönen Körperschmuck geschafft - denn ein frisches Tattoo muss richtig gepflegt werden. Du erhältst von mir nach dem Stechen eine genaue Anleitung und auch ein geeigneter Tattoopflegebalsam ist im Preis inbegriffen.
Du möchtest mehr über die Pflege von Tattoos erfahren?
Bald hier zu finden: warum Tattoos die Chance für Hautkrebs verringern könnten
Bald hier zu finden: Tattoofarben - wie schädlich sind sie wirklich?
Tattoopflege
Nach dem Stechen:
- Zu Hause angekommen löst du die Folie/das Pad vorsichtig ab.
- Mit lauwarmem Wasser reinigst du das Tattoo. Du kannst auch eine medizinische Seife verwenden. Diese empfehle ich besonders bei grossen Tattoos.
- Bis du schlafen gehst, kannst du das Tattoo ein wenig atmen lassen. Für die Nacht packst du es noch einmal in Frischhaltefolie ein. (Ohne Creme!)
Ganz wichtig: deine Hände müssen immer sauber sein, wenn du das Tattoo anfasst.
Tattoo pflegen in den nächsten 2 Wochen:
- Ab dem 2. Tag wäschst du dein Tattoo 1-2 mal am Tag mit lauwarmem Wasser und eventuell mit einer medizinischen Seife. Du kannst das Tattoo mit sauberem Küchenpapier vorsichtig trocken tupfen. Anschliessend eine dünne Schicht Tattoo Pflegecreme auftragen und einwirken lassen.
- Du cremst das Tattoo insgesamt 2-3 mal am Tag ein. Achte darauf, dass du jeweils eine dünne Schicht Tattoo Pflegecreme aufträgst und stets saubere Hände hast!
- Nach ca. 1 Woche kannst du das Eincremen auf 1x am Tag reduzieren. Waschen musst du es nun nicht mehr.
- Nach ca. 2 Wochen reicht es, wenn du dein Tattoo einmal alle 2 Tage eincremst. Nach etwa einem Monat kannst du dann auch andere Feuchtigkeit spendende Cremes wie z.B. Bodylotion verwenden.
Generelles:
- Die oben genannten Pflegehinweise basieren auf meiner persönlichen Erfahrung und Ausbildung. Sie gehen von einem durchschnittlichen Heilungsprozess aus. Da die Wundheilung der Haut und ihren Umgang mit der Tattoofarbe aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein kann, muss die Pflege deines neuen Tattoos vielleicht angepasst werden. Du darfst dich aber gerne jeder Zeit an mich wenden.
- Ein frisches Tattoo ist eine Wunde und sollte daher so wenig wie möglich angefasst werden. Wenn, dann nur mit desinfizierten, sauberen Händen.
- In den ersten Tagen nach dem Stechen solltest du lockere, saubere Kleidung tragen. Wolle solltest du vermeiden, da sie scheuern kann.
- Für mindestens eine Woche ist auf Sport und schweisstreibende Aktivitäten zu verzichten. Bei grösseren Tattoos sogar deutlich länger.
- Für 4-6 Wochen sind Baden, Sauna und Dampfbad zu unterlassen. In dieser Zeit darf auch kein Sonnenlicht auf dein neues Tattoo kommen!
- In den ersten 2-5 Tagen kann dein frisches Tattoo gerötet und geschwollen sein. Das ist in der Regel völlig normal. Halte dich an die Pflegehinweise.
- Sollte sich dein Tattoo entzünden, ist dies kein Grund zur Panik. Waschen es 2x täglich mit einer medizinischen Seife und verwende ein Wundgel.
- Je weniger Sonnenlicht in den folgenden Jahren auf dein Tattoo kommt, desto länger wird es schön bleiben. Verwende immer Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor.
Warum ist die Pflege so wichtig?
Auch wenn Tattoos im Grossen und Ganzen eine permanente Körperkunst sind, so nimmt die Sattheit und Schärfe bei jedem Tattoo über die Jahre ab. Das ist ein völlig normaler Prozess, denn die Pigmente der Tattoofarbe werden von unserer Haut als Störenfriede wahrgenommen. Sie versucht unentwegt, diese Pigmente abzubauen.
Damit dein Tattoo möglichst lange schön und satt bleibt, ist die richtige und vor allem langfristige Pflege unglaublich wichtig.
Während dem Stechen halte ich mich an klare Hygiene-Vorschriften. Da ein frisches Tattoo jedoch ein offene Wunde ist, können Bakterien und Schmutzpartikel einfach hineingelangen. Dies kann zu Entzündungen und Heilungsstörungen führen, die negativen Einfluss auf die Qualität des abgeheilten Tattoos haben können. Daher ist die Pflege in den ersten beiden Wochen so wichtig.
Aber auch später musst du dein Tattoo schützen. Feuchtigkeit spendende Lotionen und das Vermeiden von Sonnenlicht auf deinem Tattoo können grossen Einfluss auf die Entwicklung über die Jahre haben.
Die Geschichte der Tätowierung
Die Haut - das grösste Organ des menschlichen Körpers. Sie besteht aus drei Schichten und hat verschiedene, wichtige Eigenschaften und Funktionen für unseren Körper. Bis auf wenige Ausnahmen lässt sich die Haut nach dem Tod nicht konservieren; sie zersetzt sich. Das ist einer der Gründe, weshalb sich nicht genau sagen lässt, wann und wo überall auf der Welt das Tätowieren praktiziert wurde. Archäologische Funde von menschlichen Überresten, bei denen die Haut noch intakt ist, sind selten. Deshalb stützen sich die meisten Vermutungen in Bezug auf das Tätowieren auf Farbstoffe und Gerätschaften, die bei Ausgrabungen entdeckt wurden.
Das dauerhafte „Zeichnen“ der Haut wurde auf allen Teilen der Erde praktiziert. Es lässt sich kein Ursprung erkennen und man kann davon ausgehen, dass die verschiedenen Völker unabhängig voneinander und mit verschiedenen Techniken Pigmente unter die Haut gebracht haben. Als Instrumente wurden wohl verschiedene, spitze Gegenstände verwendet, wie Holzspiesse, Halme oder Tierknochen.
Der Beweis, dass in Europa schon seit Jahrtausenden tätowiert wurde, lieferte der Fund einer Mumie, bekannt geworden als „Ötzi“. Auf der Haut der im Eis konservierten Leiche wurden verschiedene kleine, eingefärbte Male gefunden. Es soll sich dabei angeblich um „medizinische“ Tattoos handeln, da sie sich an Stellen befinden, die Zeichen von Rheuma aufweisen. Vermutlich wurde die Haut zunächst eingeritzt und anschliessend mit Kohlepigmenten aufgefüllt. Dies erinnert stark an die Technik des „Microbladings“, das oft bei kosmetischem Permanent-Makup verwendet wird.
Dank griechischer und römischer Schriftsteller ist festgehalten, dass sich verschiedene europäische Stämme im Altertum tätowierten. Vermutlich handelte es sich bei den Tätowierungen um Statussymbole. Die antiken Römer und Griechen selbst tätowierten sich nicht, da sie diese Körperkunst mit den umliegenden „Barbaren“ verbanden. Es ist wohl jedoch überliefert, dass viele Sklavenhalter zu jener Zeit ihr menschliches „Eigentum“ durch Tätowierungen kennzeichneten.
In historischen Texten aus jener Zeit wird von den Völkern Grossbritanniens erzählt, die ihre Körper blau kennzeichneten. Die Methode soll eine besonders schmerzhafte gewesen sein, nämlich das verbrennen der Haut mit heissem Eisen und anschliessendem Einreiben eines Pflanzensaftes. Dadurch sollen diese Völker furchteinflössender gewirkt haben wollen auf dem Schlachtfeld.
Mit dem Ende der Antike verschwanden Nachweise und Erzählungen über Tätowierungen. Erst Ende des 18. Jahrhunderts tauchte die Körperkunst wieder in Europa auf. Beliebt war sie bei Matrosen, die auf ihren weiten Schiffsreisen mit fremden Kulturen und deren Körperkunst in Berührung kamen. Auch Soldaten, Arbeiter und Kriminelle tätowierten sich. Somit also vor allem Menschen aus den unteren Schichten der Gesellschaft. Thomas Edisons Erfindung eines elektrischen Schreibstiftes soll die Tattookunst dann einem breiteren Publikum beliebt gemacht haben, da diese den Tätowier-Prozess um ein Vielfaches beschleunigte.
Im Verlaufe der folgenden Zeit wurden Tattoos allmählich von der Öffentlichkeit akzeptiert. Das Stigma, dass Tättowierungen von „finsteren“ Menschen und Kriminellen getragen wurden, löste sich allerdings erst ungefähr in den 80er Jahren auf, als immer mehr Menschen ihren Körper damit verzierten. Heute erfreut sich diese Körperkunst einer grossen Anhängerschaft. Während Ötzi vor über 5000 Jahren vermutlich rein medizinische Tätowierungen trug, dienen sie uns heute als Verzierung unserer Körper und sind für viele Ausdruck für ihre Individualität.